Intensivstation

Ein Ihnen nahe stehender Mensch liegt bei uns auf der Intensivstation. Sie machen sich vielleicht Sorgen, sind beunruhigt und fühlen sich durch die Ihnen fremde Atmosphäre möglicherweise verunsichert.
Wir würden Ihnen gerne einige Informationen über unsere Station geben. Wir möchten Ihnen und Ihrem Angehörigen (zur Vereinfachung verwenden wir im Weiteren nur die männliche Schreibweise) so in dieser belastenden Situation unnötige Ängste ersparen und die Kontaktaufnahme zu unserem Team erleichtern.

Aufgaben unserer Intensivstation

Wie in den meisten Krankenhäusern wird die Intensivstation im Klinikum Niederberg „interdisziplinär“ von den Abteilungen für Innere Medizin und Anästhesie gemeinsam genutzt. Dabei erfolgt die Versorgung von Patienten nach Operationen oder mit Unfallfolgen in enger Absprache mit den jeweiligen operativen Abteilungen.
Wir tun unser Bestes, um unsere Patienten möglichst schonend und sicher über die schwierigste Phase ihrer Erkrankung zu begleiten. Moderne Technik hilft uns, eine optimale Überwachung, Behandlung und Pflege bei Tag und auch bei Nacht sicherzustellen. Als Besucher  werden Sie daher beim Betreten unserer Station eine Vielzahl von Geräten mit Alarmgebern, Kabeln und Schläuchen sehen beziehungsweise hören, an die unsere Patienten angeschlossen sind.
Sollten Sie zu einem Plastikschlauch, einem Messfühler oder einem medizinischen Gerät genauere Informationen wünschen, zögern Sie bitte nicht, uns zu fragen. Wir  geben Ihnen gerne nähere Auskunft.
In manchen Phasen einer Intensivbehandlung ist eine künstliche Beatmung mit Hilfe eines Beatmungsgerätes erforderlich. Während dieser Zeit kann der Patient vorübergehend nicht sprechen, da der Beatmungsschlauch die Stimmbänder blockiert. Um unnötige Aufregung und unnötigen Stress zu vermeiden, werden manche unserer Patienten gerade während dieser schwierigen Phase ihrer Erkrankung durch Medikamente in einen künstlichen Schlaf versetzt.

Grenzen der Intensivmedizin

Auch moderne Intensivmedizin hat ihre Grenzen. In Fällen, in denen keine begründete Aussicht auf Besserung der Erkrankung besteht, setzen wir unsere fachlichen Fähigkeiten und unsere persönliche Zuwendung ein, um unnötiges Leiden zu vermeiden.

Ihre Rolle im Behandlungsverlauf

Besucher können Ihren Angehörigen in diesen schweren Stunden durch ihren regelmäßigen Besuch helfen. Sprechen Sie als Besucher ruhig mit Ihrem Angehörigen, erzählen Sie von zu Hause und der ihm vertrauten Umgebung - auch dann wenn er tief schlafend oder bewusstlos wirkt. Berühren oder streicheln Sie Ihn auch ruhig. Sie geben Ihrem Angehörigen so die Gewissheit, dass er in dieser schwierigen Zeit nicht allein gelassen wird.
Wir möchten Sie bitten, in eine Kulturtasche persönliche Pflegemittel zu packen, die im Alltag gewöhnlich benutzt werden. In diese Tasche können Sie auch gerne Brillen, Hörgerät, Uhr, beliebte Musikkassetten / CDs mit einem Abspielgerät (ein Kopfhörer ist wichtig), aber auch nach Rücksprache Schlafanzüge / Nachhemden und Pantoffeln legen.
Allzu viel Besuch könnte Intensivpatienten anstrengen. Um eine Überforderung zu vermeiden, bitten wir, dass nur engste Familienangehörige oder engste Freunde unsere Patienten besuchen.

Hygiene

Um Übertragung von Infektionen zu vermeiden, bitten wir Sie, sich zu Beginn und am Ende Ihres Besuches die Hände zu desinfizieren. Die Verwendung eines Schutzkittels ist für Besucher im Regelfall nicht zwingend erforderlich, aber gerne möglich, falls das von Ihnen gewünscht wird.
Aus hygienischen Gründen müssen wir Sie bitten, keine Blumen mitzubringen.

Zugang zu unserer Intensivstation

Unsere Station befindet sich  im 1. Stock, Flur 14. Bei Ihrem ersten Besuch bei uns lassen Sie sich am besten am Haupteingang den einfachsten Weg dorthin erklären. Am Eingang der Station finden Sie einen Warteraum für Besucher, von dem aus Sie Ihren Besuch telefonisch bei unseren Pflegekräften ankündigen sollten. Sie werden dann zu Ihrem Angehörigen gelassen, sobald das möglich ist.

Besuchszeiten

Um Ihnen möglichst häufig einen Besuch Ihres Angehörigen zu ermöglichen, sind wir  täglich von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr auf Ihren Besuch eingestellt.
Da jedoch die Pflege kritisch kranker Patienten häufig medizinische oder pflegerische Maßnahmen erforderlich macht, die nicht im Beisein von Besuchern ausgeführt werden können, lassen sich Wartezeiten nicht immer vermeiden. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.
Wir bemühen uns, eine Kernbesuchszeit zwischen 16.00 und 18.00  möglichst von derartigen Maßnahmen freizuhalten, um Ihnen gerade in dieser Zeit Wartezeiten zu ersparen. Ausnahmen sind nach Rücksprache jederzeit möglich.

Auskunft

Telefonische Auskunft erhalten Sie über  folgende Rufnummern:

  • 02051  982-1404 (falls Ihr Angehöriger Patient der Inneren Medizin ist)
  • 02051  982-1402 (in allen anderen Fällen)

Aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeit unserer Patienten können wie nur nahen Angehörigen telefonische Auskünfte erteilen. Wir wären daher dankbar, wenn sich im Bedarfsfalle immer dieselbe Bezugsperson erkundigt. Bitte sprechen Sie sich innerhalb der Familie entsprechend ab.

Beistand eines Seelsorgers?

Sollten Sie für Ihren Angehörigen oder auch für sich selbst den Beistand eines Katholischen oder Evangelischen Seelsorgers wünschen, können wir das zu jeder Tageszeit einrichten. Bitte informieren Sie uns entsprechend.
Wir hoffen mit Ihnen, dass Ihr Angehöriger sich möglichst bald erholt und unserer intensiven Behandlung nicht mehr bedarf. Sollten Sie Fragen oder Wünsche haben, auf die in dieser Information nicht eingegangen wurde, scheuen Sie sich bitte nicht, jemanden aus unserem Team anzusprechen. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Letzte Änderung: 11.01.2012

Stationsleitung

Anja Kühn
Fachkrankenschwester

Stellv. Stationsleitung

Martina Franke-Hähnel
Fachkrankenschwester

 

Kontakt:

Intensivstation
Tel.: 02051 982-1400
Fax: 02051 982-1405
E-Mail: kirberger@klinikum-niederberg.de