Waschen ist nicht gleich desinfizieren

25.11.2011
Foto: fotolia.de

Losen zusammen die Gewinner im Rahmen des „Aktionstags saubere Hände“ aus: Hygienebeauftragter Bernhard Külpmann (li.) und Dr. Löhlein, ärtzlicher Leiter des Klinikum Niederberg (re.) (Foto: B. Toporowski)

Im Rahmen des „Aktionstages saubere Hände“ im Klinikum Niederberg sind Mitarbeiter, Patienten und Besucher rund um das Thema Händehygiene aufgeklärt worden. Bernhard Külpmann und das Hygiene-Team des Klinikum Niederberg hatten mit dem bunten Angebot alle Hände voll zu tun. Für die Mitarbeiter gab es zusätzlich ein Gewinnspiel zum Thema.

Dass Keime im Krankenhaus in großer Zahl vorhanden sind und zudem für die Patienten sehr gefährlich sein können, ist mittlerweile bekannt. Viele glauben auch zu wissen, wie man der Keimübertragung vorbeugt und die Hände richtig desinfiziert. „Ein gefährlicher Trugschluss“, warnt der Hygienebeauftragte des Klinikum Niederberg, Bernhard Külpmann, „denn Fehler bei der Händehygiene können fatale Folgen haben“. Um den Teilnehmern zu zeigen, wie schnell bei der Desinfektion geschludert wird, können alle nach dem Einreiben mit einem Desinfektionsmittel ihre vermeintlich reinen Hände unter eine Schwarzlichtlampe halten. Das Ergebnis hat gesessen: das Schwarzlicht zeigt gnadenlos sämtliche Stellen, die nicht eingerieben worden sind. „Diese Methode ist sehr hilfreich, um zu zeigen, wo die Schwachstellen bei der Händedesinfektion liegen“, erklärt Külpmann, „es ruft eine Art Aha-Effekt hervor“. Hier konnte dann das Hygiene-Team des Klinikum Niederberg ansetzen und den Teilnehmern zeigen, wie es richtig gemacht wird.

„Leider gibt es viele Vorurteile, beispielsweise, dass Desinfektion die Hände austrocknet oder dass Händewaschen und Händedesinfektion zusammen wirkungsvoller sind,“ erläutert Külpmann. Viele waschen sich nämlich zuerst die Hände und desinfizieren sie dann. Das ist falsch, weil das häufige Waschen die Haut entfettet und aufweicht und die Desinfektionsmittel dann die Haut reizen können. Deshalb sollte man sich immer entscheiden, was erforderlich ist. Im normalen Haushalt herrscht ein natürliches Keimklima, so dass das Händewaschen ausreicht. Im Krankenhaus hingegen gilt sowohl für Mitarbeiter als auch für Besucher: Hände regelmäßig desinfizieren, um die Patienten und auch sich selber vor unerwünschten Keimen zu schützen. Dafür gibt es im Klinikum Niederberg auf jeder Station ausreichend Spender mit Desinfektionsmittel und Anleitungen für eine optimale Händehygiene.

Das Klinikum Niederberg achtet sehr darauf, dass seine Mitarbeiter regelmäßig geschult und im Bereich der Händehygiene stets auf dem neusten Stand sind. Um jedoch Defizite und Schwachstellen aufzudecken und die Hygienebedingungen weiter zu optimieren, konnten die Mitarbeiter am „Aktionstag saubere Hände“ einen Fragebogen zum Thema Händehygiene ausfüllen. Unter allen Teilnehmern wurden vier Gewinner ermittelt, die jeweils einen Sachpreis bekommen. Der Ärztliche Direktor des Klinikum Niederberg, Dr. Löhlein, hat es sich nicht nehmen lassen, die Gewinner unter allen Teilnehmern zu ziehen. Die erstplatzierte Schwester Monika von der Intensivstation darf sich nun über eine Digitalkamera freuen. Für die anderen Gewinner gibt es eine Pulsuhr und interessante Bücher für die kalten Winterabende. Das Hygiene-Team des Klinikum Niederberg hingegen hat aufschlussreiche Ergebnisse über den Wissenstand der Mitarbeiter zum Thema Händehygiene bekommen. „Das Thema wird in fast allen Schulungen aufgegriffen und zeigt Wirkung. Unsere strengen Auflagen orientieren sich an den Vorgaben der „Aktion saubere Hände“, einer nationalen Aktion zur Optimierung der Hygiene in Krankenhäusern. Das Konzept bewahrheitet sich immer wieder und wir werden weiterhin alles dafür tun, den Keimen im Klinikum Niederberg das Leben schwer zu machen“, berichtet Külpmann im Hinblick auf die Hygieneagenda 2012 des Hauses.


Von: Marketing & Kommunikation | Beate Toporowski

Letzte Änderung: 31.10.2011