Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Die Gebärmutterentfernung (lateinisch Hysterektomie, zusammengesetzt aus „hyster“= Gebärmutter und „ektomie“= herausschneiden) ist heutzutage ein Standardeingriff in der Gynäkologie. Er ist bei einer Vielzahl von Erkrankungen angezeigt; hierzu zählen unter anderem:

Grafik: Ethicon Women´s Health & Urology - www.gynecare.de

Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung dieses Eingriffes ist eine abgeschlossene Familienplanung, da nach der Entfernung der Gebärmutter keine weiteren Schwangerschaften mehr ausgetragen werden können.
Des Weiteren findet eine Regelblutung nach der Operation nicht mehr statt. Die alleinige Entfernung der Gebärmutter hat keine Auswirkungen auf den Hormonspiegel der Patientin. Hormonausfallerscheinungen sind somit nicht zu befürchten.
Vor einem entsprechenden Eingriff müssen Sie blutverdünnende Medikamente, wie Aspirin oder Marcumar, aber auch Diabetikermedikamente wie Metformin, rechtzeitig vor der OP absetzen. Den genauen Zeitpunkt teilt Ihnen Ihr Gynäkologe mit.

Bei gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter stehen der modernen Medizin heutzutage vier verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um die:

  • Vaginale Hysterektomie: Hierbei wird die Gebärmutter durch die Scheide entfernt. Voraussetzung für die Anwendung der vaginalen Hysterektomie ist ausreichender Platz im Scheidengewölbe der Patientin sowie ein nicht zu großer Uterus. Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode ist, dass keine sichtbaren Narben zurückbleiben; lediglich tief in der Scheide bleibt eine –unsichtbare – Narbe. Zudem beschreiben viele Patientinnen diese Methode als sehr schmerzarm. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt bei der vaginalen Hysterektomie drei bis vier Tage nach dem Eingriff.

  • Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie: Eine solche wird durchgeführt, wenn beispielsweise der Verdacht auf Verwachsungen durch Voroperationen in der Bauchhöhle besteht. Bei dieser Methode wird zunächst eine Bauchspiegelung durchgeführt und die Gebärmutter aus ihrem Halteapparat gelöst. Anschließend entfernt der Operateur den Uterus durch die Scheide (siehe „Vaginale Hysterektomie“). Zusätzlich zu der dort beschriebenen kleinen Narbe in der Scheide sind nach dieser Operation drei bis vier kleine, rund 1 Zentimeter breite Nähte an der  Bauchdecke der Patientin zu sehen. Hier liegt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zwischen vier und fünf Tagen nach der Operation.
  • Abdominale Hysterektomie: Sie kommt zur Anwendung, wenn der Uterus der Patientin für die vaginale Entfernung zu groß ist sowie im Falle bösartiger Erkrankungen. Hierbei wird ein 10 bis 15 Zentimeter langer Hautschnitt im Unterbauch gemacht („Kaiserschnitt-Narbe“) und die Gebärmutter entfernt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei fünf bis sieben Tagen nach der OP.
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  • Supracervikale Hysterektomie: Bei dieser Methode wird die Gebärmutter komplett mittels Bauchspiegelungstechnik aus ihrem Halteapparat entfernt und sodann in kleinen Teilen aus der Bauchhöhle der Patientin entfernt (morcelliert). Es wird dabei nur der Gebärmutterkörper entfernt, der Gebärmutterhals bleibt erhalten. Wichtig nach einer Supracervikalen Hysterektomie ist es, bei der Vorsorgeuntersuchung auch weiterhin einen Abstrich auf Gebärmutterhalskrebs durchführen zu lassen. Diese insgesamt schonende Methode bietet eine Reihe von Vorteilen. Hierzu gehören unter anderem eine geringere Schmerzbelastung, die lediglich kleinen Einstiche auf der Bauchdecke oder das geringere Risiko des Auftretens von Harninkontinenz oder Beckenbodensenkungen. Im Durchschnitt bleiben die Patientinnen nach diesem Eingriff weitere drei Tage bei uns.
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Letzte Änderung: 20.12.2011

Chefarzt

Dr. med. Gerd Degoutrie

Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Fachkunde:

Perinatalmedizin und Geburtshilfe 
Gynäkologische Onkologie
Perinataldiagnostik DEGUM Stufe II 
Erst-Trimester-Screening FMF 
Mammadiagnostik DEGUM Stufe II

Sekretariat: 

Anita Herx-Degoutrie
Heidemarie Potzler
Telefon 02051 982-1701
gynaekologie@klinikum-niederberg.de 

Oberärzte

Stefan Ganz

Oberarzt mit Schwerpunkt Gynäkologie

Olga Hluskina

Funktionsoberärztin für
das Brustzentrum

Gabriele van Aalst

Funktionsoberärztin für die Geburtshilfe

Dr. Irina Wagner

Funktionsoberärztin

Sekretariat Ambulanz
Marion Hildebrandt
Telefon 02051 982-1714

Sabine Scharamowitz
Telefon 02051 982-1702

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