Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) ist nach dem Krebs der Gebärmutter (Endometriumkarzinom) die zweithäufigste genitale Krebserkrankung der Frau. Sie tritt vorwiegend zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr auf. Lediglich in zwei bis fünf Prozent der Fälle handelt es sich um eine familiäre beziehungsweise erbliche Störung; in diesen Fällen liegt das Erkrankungsalter zumeist niedriger, zwischen 35 und 50 Jahren. Bei der Mehrheit der Erkrankungen handelt es sich um so genannte „sporadische“, also einzelne Fälle. Die Erkrankung wird oftmals erst in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Dies liegt daran, dass Beschwerden meistens erst spät auftreten und zunächst uncharakteristisch sind; neben Bauchschmerzen können unter anderem eine Zunahme des Bauchumfanges, ein Druckgefühl im Bauch oder auch Verdauungsbeschwerden auftreten.

Eine Methode der Früherkennung, wie beispielsweise die Mammographie beim Brustkrebs oder der „PAP-Abstrich“ beim Gebärmutterhalskrebs, existiert für das Ovarialcarzinom nicht. Hinweis auf eine Erkrankung können auffällige Tastbefunde bei der vaginalen Untersuchung oder zystische Veränderungen der Eierstöcke bei der Ultraschalluntersuchung sein. Solche Befunde sollten insbesondere bei Patientinnen im und nach dem Klimakterium weiter abgeklärt werden, um eine Krebserkrankung ausschließen zu können.

Neben der Ultraschalluntersuchung vermag eine Computertomographie weiteren Aufschluss über die Erkrankung zu geben, eine endgültige Sicherung der Diagnose ist jedoch nur operativ mit anschließender feingeweblicher Untersuchung des Gewebes durch den Pathologen möglich.
Bei unklaren Befunden kann zunächst der verdächtige Eierstock mittels einer Bauchspiegelung entfernt und vom im Hause anwesenden Pathologen umgehend per Schnellschnitt untersucht werden. Wird der Krebsverdacht bestätigt, kann in gleicher Narkose oder in einem zweiten Eingriff die dann erforderliche operative Therapie erfolgen. Hierzu ist ein Bauchschnitt (Längsschnitt) erforderlich, der in der Regel mit der Entfernung der Gebärmutter, des verbliebenen Eierstocks, Netzes, Blinddarms und Lymphknoten geschieht. Das genaue Vorgehen wird in allen Fällen in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch mit der Patientin festgelegt. In seltenen Fällen ist vor der erneuten Operation zunächst die Durchführung einer Chemotherapie sinnvoll (neoadjuvante Chemotherapie).

Die im Rahmen der Behandlung einer Krebserkrankung erforderlichen Untersuchungen – Computertomographie, MRT, Röntgen, Knochenszintigraphie, Ultraschall der Leber, Tumormarker – werden während des stationären Aufenthaltes durchgeführt.

Im Anschluss an die stationäre Therapie ist, abhängig vom Tumorstadium, oft eine zusätzliche Therapie erforderlich. Hierbei handelt es sich meistens um eine Chemotherapie. In der 14-täglich im Hause stattfindenden Tumorkonferenz, an der Ärzte aller Abteilungen sowie Onkologen und Strahlentherapeuten teilnehmen, wird jede Krebserkrankung erörtert, um die stadiengerechte Therapie festzulegen; die weiterführende Therapie wird noch während des stationären Aufenthaltes veranlasst.

Das sehr viel seltener auftretende Tubenkarzinom (Eileiterkrebs) ist ebenfalls eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Sie wird aufgrund der bestehenden Schmerzsymptomatik meistens in frühen Tumorstadien diagnostiziert. Diagnostik sowie therapeutisches Vorgehen gleichen im Wesentlichen denen bei einem Ovarialcarzinom.  

Letzte Änderung: 20.12.2011

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Dr. med. Gerd Degoutrie

Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Perinatalmedizin und Geburtshilfe 
Gynäkologische Onkologie
Perinataldiagnostik DEGUM Stufe II 
Erst-Trimester-Screening FMF 
Mammadiagnostik DEGUM Stufe II

Sekretariat: 

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Heidemarie Potzler
Telefon 02051 982-1701
gynaekologie@klinikum-niederberg.de 

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das Brustzentrum

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Funktionsoberärztin für die Geburtshilfe

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Funktionsoberärztin

Sekretariat Ambulanz
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Telefon 02051 982-1714

Sabine Scharamowitz
Telefon 02051 982-1702

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