Vulvacarzinom

Das Vulvacarzinom (Krebserkrankung der äußeren Genitale der Frau) ist eine seltene Erkrankung (zwei Neuerkrankungen auf 100.000 Frauen pro Jahr), die zumeist nach dem 60. Lebensjahr auftritt. Bei jüngeren Frauen finden sich häufiger Vorstufen bösartiger Erkrankungen („VIN“= Vulväre intraepitheliale Neoplasien), lediglich 15 % des Vulvacarzinome treten bei Frauen unter 40 Jahren auf.

Typische Symptome des Vulvacarzinoms sind Juckreiz, nicht abheilende, zum Teil blutende Hautveränderungen, übelriechender Ausfluss, Schmerzen im Genitalbereich, in späteren Stadien auch vergrößerte Lymphknoten im Leistenbereich, Lymphödeme der Beine oder Thrombosen der Bein- oder Beckenvenen. Maligne Melanome machen rund fünf Prozent der Vulvacarzinome aus. Eine Früherkennung ist im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorgeuntersuchung durch eine genaue Beurteilung der äußeren Genitale möglich; auffällige Veränderungen sollten durch Entnahme einer Gewebeprobe („Punchbiopsie“) in lokaler Betäubung abgeklärt werden.
Die Therapie der VIN kann häufig mittels einer Lasertherapie erfolgen; bei ausgedehnten Befunden kann ein operativer Eingriff erforderlich werden.
Die Therapie des Vulvacarzinoms erfolgt meistens operativ; der Tumor soll hierbei vollständig und mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe entfernt werden, so dass der genaue Ablauf der Operation in jedem Einzelfall individuell mit der Patientin besprochen werden muss, abhängig von Größe und Lokalisation des Tumors. Außerdem werden die Leistenlymphknoten je nach Befund ein- oder beidseitig entfernt. Finden sich hier Tumorzellen (Metastasen), wird eine anschließende Bestrahlung erforderlich. Bei sehr ausgedehnten Tumoren ist die Bestrahlung, gegebenenfalls in Kombination mit einer Chemotherapie, die Therapie der Wahl. Nach Sicherung der Diagnose durch eine Gewebeprobe und Durchführung der erforderlichen Diagnostik, zum Beispiel Computertomographie, Röntgen, Ultraschall oder Tumormarker, wird die optimale, stadiengerechte Therapie mit der Patientin abgestimmt. Hierzu wird jede einzelne Erkrankung in der alle zwei Wochen stattfindenden Tumorkonferenz besprochen. An der Tumorkonferenz nehmen Ärzte aller Fachabteilungen des Hauses sowie weiterbehandelnde Spezialisten, beispielsweise Strahlentherapeuten oder Onkologen, teil. 

Letzte Änderung: 20.12.2011

Chefarzt

Dr. med. Gerd Degoutrie

Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Fachkunde:

Perinatalmedizin und Geburtshilfe 
Gynäkologische Onkologie
Perinataldiagnostik DEGUM Stufe II 
Erst-Trimester-Screening FMF 
Mammadiagnostik DEGUM Stufe II

Sekretariat: 

Anita Herx-Degoutrie
Heidemarie Potzler
Telefon 02051 982-1701
gynaekologie@klinikum-niederberg.de 

Oberärzte

Stefan Ganz

Oberarzt mit Schwerpunkt Gynäkologie

Olga Hluskina

Funktionsoberärztin für
das Brustzentrum

Gabriele van Aalst

Funktionsoberärztin für die Geburtshilfe

Dr. Irina Wagner

Funktionsoberärztin

Sekretariat Ambulanz
Marion Hildebrandt
Telefon 02051 982-1714

Sabine Scharamowitz
Telefon 02051 982-1702

Stationen

Geburtshilfliche Station 34
3. Etage
Frauenklinik Station 44
4. Etage
Kreißsaal
3. Etage