Vaginalkarzinom
Das Vaginalkarzinom (Krebserkrankung der Scheide) ist eine seltene Erkrankung (eine Neuerkrankung bei 250.000 Frauen pro Jahr), die zumeist im Alter zwischen 60 und 70 Jahren auftritt. In einem Drittel der Fälle waren die Patientinnen zuvor bereits an Gebärmutterhalskrebs oder an Vorstufen hiervon, seltener an einem Vulvakarzinom erkrankt. Blutungen, Schmierblutungen oder übelriechender Ausfluss aus der Scheide oder Schmerzen können ein Hinweis auf die Erkrankung sein. Im Rahmen der gynäkologischen Krebsvorsorgeuntersuchung erfolgt die genaue Betrachtung der Scheidenschleimhaut („Kolposkopie“) sowie eine Abstrichentnahme. Bei auffälligen Befunden muss eine weitere Diagnostik durch Gewebeproben erfolgen, um eine Krebserkrankung der Scheide von deren Vorstufen („VAIN“= Vaginale intraepitheliale Neoplasie) zu unterscheiden. Letztere können mittels Laser oder durch die operative Entfernung des veränderten Gewebes behandelt werden.
Neben der Diagnosesicherung durch eine Gewebeprobe ist die weiterführende Diagnostik im Rahmen einer Krebserkrankung, zum Beispiel durch Röntgen der Lunge, Computertomographie, Knochenszintigraphie oder Tumormarker, erforderlich. Anschließend wird, abhängig von der Lokalisation des Tumors, die optimale individuelle Therapie mit der Patientin besprochen. Bei Tumoren im oberen Scheidendrittel ist wie beim Gebärmutterhalskarzinom die operative Therapie mit Entfernung von Gebärmutter, Lymphknoten sowie dem oberen Abschnitt der Scheide Mittel der Wahl, gegebenenfalls mit daran anschließender Bestrahlung. Erkrankungen des unteren Scheidendrittels werden operativ oder mittels Strahlentherapie behandelt. Bei sehr ausgedehnten Befunden kann eine Strahlentherapie in Kombination mit einer Chemotherapie sinnvoll sein.
Die stadiengerechte Therapie wird für jede einzelne Erkrankung, in der an unserem Haus alle zwei Wochen stattfindenden Tumorkonferenz besprochen. An der Tumorkonferenz nehmen Ärzte aller Kliniken des Hauses sowie weiterbehandelnde Spezialisten, wie Strahlentherapeuten oder Onkologen, teil. Die weiterführende Therapie wird bereits während des stationären Aufenthaltes veranlasst.
Chefarzt

Dr. med. Gerd Degoutrie
Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Fachkunde:
Perinatalmedizin und Geburtshilfe
Gynäkologische Onkologie
Perinataldiagnostik DEGUM Stufe II
Erst-Trimester-Screening FMF
Mammadiagnostik DEGUM Stufe II
Sekretariat:
Marion Hildebrand
Telefon 02051 982-1702
Anita Herx-Degoutrie
Telefon 02051 982-1714
gynaekologie@klinikum-niederberg.de
Oberärzte

Stephan Ganz
Leitender Oberarzt mit Schwerpunkt Gynäkologie

Gabriele van Aalst
Oberärztin für die Geburtshilfe
Kim Quach
Funktionsoberärztin

Dr. med.Dirk Roschlak
Oberarzt
Sekretariat Ambulanz:
Anja Eggert
Angelina Lelek
Sabrina Bruse
Telefon 02051 982-1702
Stationen
Geburtshilfliche Station 34
3. Etage
Frauenklinik Station 32
3. Etage
Kreißsaal
3. Etage

