Angiologie

Die Angiologie befasst sich mit der Entstehung und Diagnose, Therapie, Rehabilitation und Prävention von Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäßen.

Die körperliche Untersuchung konzentriert sich je nach Anamnese und Beschwerdebild auf die Inspektion von Venen, Lymphgefäßen und Gewebsdurchblutung sowie das Ertasten der Pulse in den betroffenen Körperregionen.

Erkrankungen der Arterien

Zu ca. 90-95% ist die Ursache der arteriellen Erkrankungen die Arteriosklerose mit Ausbildung von Engstellen (Stenosen) oder Verschlüssen. Wegen der Häufigkeit und der Relevanz für die Betroffenen sind besonders zu erwähnen:

  • die arterielle Verschlusskrankheit (AVK) der Becken- und Beinarterien,
  • die Engstellen der Halsschlagadern
  • die Engstellen der Nierenarterien und Eingeweidearterien

Die Arterien des Schultergürtels und der Arme sind eher selten von arteriosklerotisch bedingten Engstellen betroffen.

Außer zur Bildung von Engstellen kann es als Folge der Arteriosklerose durch Schwächung der Gefäßwandstrukturen auch zur Ausweitung der Gefäße kommen, was ab einem bestimmten Ausmaß als Aneurysma bezeichnet wird. Von Bedeutung sind dabei wegen der Gefahr des Einreißens der Gefäßwand (Ruptur) oder der Ablagerung von geronnenem Blut im Aneurysma und anschließender Ablösung (Embolie) vor allem Erweiterungen der

  •  Brust- und Bauchschlagader (Aorta),
  •  der Beckenarterien und
  •  der Kniekehlenarterien.

Erkrankungen der Venen

Häufige venöse Erkrankungen sind:

  • primäres Krampfaderleiden (primäre Varikose), zu ca. 70% durch Vererbung
  • chronische venöse Insuffizienz bei angeborener Schwäche des tiefen Leitvenensystems
  • Venenthrombose (Thrombose) mit der Folge:
  • dauerhafter erworbener Venenschäden (postthrombotisches Syndrom)
  • chronisches Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)

Als Folge von Krampfadern oder auch als äußeres Zeichen einer anderen zugrunde liegenden Erkrankung kann es zur Entzündung und Gerinnselbildung in oberflächlichen Hautvenen kommen, was als Thrombophlebitis bezeichnet wird.

Diagnostik

Genauste Diagnostik mit modernsten medizinischen Geräten wie dem Vasolabgerät, welches arteriell, aber auch venös eingesetzt wird und nicht invasiv sondern mit Manschette und Sensoren arbeitet, garantieren in der Klinik I des Klinikum Niederberg für eine schmerzfreie Untersuchung des Patienten.

Bei den meisten Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen erlaubt eine Ultraschalluntersuchung der Arterien oder Venen, ggf. inklusive Doppler und Farbdoppler, bereits eine zuverlässige Diagnose und Planung der Therapie. In Zweifelsfällen und vor geplanten Operationen ist in einigen Fällen eine weitere bildgebende Diagnostik sinnvoll. Je nach Fragestellung kommen dafür Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel (Angiografie, Phlebografie oder Computertomografie) und die Magnetresonanztomografie in Frage

Letzte Änderung: 10.02.2012

Chefarzt

Privat-Dozent
Dr. med. Klaus Emmerich, M.Sc.

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Spezielle internistische Intensivmedizin

Sekretariat
Bettina Meyer
Telefon: 02051 / 982-18 01
Telefax: 02051 / 982-30 19
E-mail: innere-medizin@klinikum-niederberg.de

Telefax: 02051 / 982-30 19

Oberärztin

Dr. med. Daniela Musiol
Fachärztin für Innere Medizin
und Angiologie/Diabetologie