Diabetes mellitus
Diabetes mellitus „honigsüßer Durchfluss“, auch Zuckerkrankheit genannt, steht für eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, bei denen die Glukosekonzentration im Blut chronisch erhöht ist.
Das eigentliche Problem des Diabetes liegt in seinen so genannten "Spätfolgen", wobei das Wort "spät" nicht unbedingt bedeuten sollte, dass man sich für die Regulierung des Blutzuckers Zeit lassen kann, denn Spätfolgen können bereits frühzeitig eintreten, zumindest aber gehen erhöhte Blutzuckerwerte schon sehr früh mit Veränderungen an Geweben (vor allem an Nerven und Gefäßen) einher, die auch wenn sie noch nicht "spürbar" sind, bereits irreversibel (nicht mehr reparierbar) sind, noch bevor sie sich in Gesundheitsstörungen "bemerkbar" machen.

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Insofern sollte frühzeitig dafür gesorgt werden, dass solche Spätschäden möglichst verhindert oder zumindest deutlich verzögert werden.
Speziell in diesem Bereich wird besonderer Wert auf die ganzheitliche Betrachtung des uns anvertrauten Patienten beziehungsweise der (diabetischen) Erkrankung gelegt. Das komplette Spektrum der Spätschäden wird gescreent. Diagnose, Behandlung und Therapie gehen Hand in Hand. Ihnen wird alles aus einem „Guss“ geboten.
Diabetes beginnt unauffällig, die Folgen der Erkrankung aber sind umso schwerwiegender. Gefäßerkrankungen und Nervenschäden unterschiedlichster Ausprägung treten häufig auf. Zu den Ursachen gehören Durchblutungsstörungen, vor allem im Bereich der kleinen Gefäße, die zu einer verschlechterten Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gewebes führen. In besonderer Weise sind die Füße betroffen, die deshalb bei Diabetikern einer intensiven Beobachtung bedürfen. 90 Prozent der Amputationen könnten durch frühzeitige Therapien verhindert werden. „Pflegen Sie Ihre Füße mehr als Ihr Gesicht“, raten daher die Experten der Diabetischen Fußambulanz am Klinikum Niederberg.
Die Diagnostik erfolgt durch Blutzuckermessungen, Blutzuckertagesprotokolle, einen Glucose-Toleranz/Belastungstest sowie die 72-Stunden Langzeitblutzuckermessung.
Therapie

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Eine individuell abgestimmte Sporttherapie unter medizinischer Kontrolle ist bei vielen Krankheitsbildern eine sinnvolle Ergänzung zur Standardtherapie. Bewegung in Gruppen oder auch einzeln wird als „nicht-medikamentöse Zuckertherapie“ insbesondere bei stationärem Aufenthalt, auch im Bett, angeboten. Sport fördert den Stoffwechsel.
Die medikamentöse Therapie
Je nach Schwere der Zuckerkrankheit, kann die Behandlung mit Tabletten erfolgen. Orale Antidiabetika, also Tabletten gegen Diabetes mellitus, wirken auf verschiedene Weise. Einige Medikamente regulieren den Blutzucker, in dem sie die Glukose-Aufnahme aus dem Darm verzögern oder die Glukose-Aufnahme in die Zellen verbessern. Andere Tabletten gegen Diabetes mellitus senken den Blutzucker, indem sie die Insulinabgabe aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut erhöhen.
Nicht immer kann mit "Zuckertabletten" der Diabetes ausreichend behandelt werden. Dann erfolgt die Umstellung auf Insulin. Insulin ist das wirkungsvollste Medikament, um den Blutzucker schnell und effektiv zu senken. Aus diesem Grund wird es auch in Akutsituationen eingesetzt wenn zum Beispiel der Blutzucker entgleist ist.
Möglich ist auch die Therapie mittels der Insulinpumpe. Diese gibt selbständig Insulin in der richtigen Dosierung an den Körper ab, sodass die Insulinpumpe trotz des Katheters, der die Pumpe mit dem Körper des Trägers verbindet, perfekt in das Alltagsleben integriert werden kann.
Wundheilung
Patienten mit Diabetes haben gegenüber gesunden Menschen eine verzögerte Wundheilung und eine erhöhte Infektionsrate, vor allem bei länger währender schlechter Blutzuckereinstellung.
Erkrankungen der Venen beeinflussen die Weiterleitung von Druck, Vibration und Schmerzen und führen dazu, dass Verletzungen oder beginnende Infektionen wegen des Ausbleibens von Schmerzen nicht oder erst verspätet wahrgenommen werden.
Am Klinikum Niederberg steht Ihnen mit den Wundassistentinnen DDG Schwester Barbara und Schwester Beate ein kompetentes Team mit der erforderlichen Fachkompetenz zur Verfügung, die das gesamte Spektrum der Wundtherapie anbieten.
Chefarzt
Privat-Dozent
Dr. med. Klaus Emmerich, M.Sc.
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Spezielle internistische Intensivmedizin
Sekretariat
Bettina Meyer
Telefon: 02051 / 982-18 01
Telefax: 02051 / 982-30 19
E-mail: innere-medizin@klinikum-niederberg.de
Telefax: 02051 / 982-30 19
Oberärztin
Dr. med. Daniela Musiol
Fachärztin für Innere Medizin
und Angiologie/Diabetologie

