Der Herzschrittmacher
Das Herz schlägt, das heißt, es pumpt unter Ruhebedingungen etwa siebzig Mal pro Minute Blut durch die Gefäße. Diese Tätigkeit wird durch ein elektrisches Erregungsleitungssystem gesteuert. In diesem System können vorübergehende oder anhaltende Störungen auftreten. Ein zu langsamer Puls mit ungenügender Durchblutung oder gar ein vollständiges Aussetzen der Herztätigkeit sind die Folgen derartiger Störungen. Der künstliche Herzschrittmacher behebt die verschiedenartigen Störungen im elektrischen Leitungssystem, indem er bei Bedarf einen elektrischen Impuls an das Herz abgibt.
Der künstliche Schrittmacher besteht aus einem Gehäuse aus Titan, einem Metall, das vom Körper sehr gut vertragen wird. Im Gehäuse sind die Batterie und die Elektronik untergebracht. Der Schrittmacher ist mit einer oder mehreren Sonden mit dem Herz verbunden. Die Elektronik überwacht die elektrischen Impulse, die das Herz selbst erzeugt. Fällt ein Herzschlag aus, gibt sie aus der Batterie einen kurzen elektrischen Impuls ab, der über die Sonde an den Herzmuskel übermittelt wird, wo der Impuls das Herz zum Schlagen bringt.
Die Operation
Zur Einlage eines Herzschrittmachers ist ein kurzer stationärer Aufenthalt erforderlich. Der chirurgische Eingriff ist klein, kann selbst bei betagten Personen problemlos durchgeführt werden und erfordert keine besonderen Vorbereitungen. Durch einen kleinen Hautschnitt in örtlicher Betäubung wird die Sonde (Elektrode) in der Regel in der Schlüsselbeinregion in eine Vene eingeführt und zum Herzen vorgeschoben. Die Sondenspitze wird in der Spitze der rechten Herzkammer unter Röntgenkontrolle fest verankert. Durch eine elektrische Stimulation des Herzens wird ihre Funktion getestet. Falls der Schrittmacher mit Zwei Sonden arbeitet, wird die zweite Sonde auf die gleiche Weise in den rechten Vorhof eingelegt. Danach wird der Schrittmacher angeschlossen, unter die Haut verlegt und die Wunde zugenäht. In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie Schulter und Arm nicht zu heftig bewegen, um die Wundheilung nicht zu beeinträchtigen. Danach dürfen und sollten Sie sich wieder frei bewegen.
Nachkontrolle
Die Schrittmacher können von außen durch die Haut mit einem speziellen Programmiergerät abgefragt und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. In regelmäßigen größeren Abständen wird Die Funktion des Schrittmachers überprüft.
Chefarzt

Privat-Dozent
Dr. med. Klaus Emmerich, M.Sc.
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Spezielle internistische Intensivmedizin
Sekretariat
Bettina Meyer
Telefon: 02051 982-1801
Telefax: 02051 982-3019
innere-medizin@klinikum-niederberg.de

Dr. med. Albrecht Müller
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Dr. med. Daniela Musiol
Fachärztin für Innere Medizin
und Angiologie/Diabetologie

Dr. med. Olaf Jandt
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Sprechzeiten
Für alle Sprechzeiten wird eine telefonische Voranmeldung unter der Rufnummer 02051 982-18 01 erbeten.
Gesetzlich Krankenversicherte benötigen eine Überweisung von einem niedergelassenen Arzt (spezielle kardiologische Leistung).
Schrittmacher-Ambulanz:
OA Dr. med. Olaf Jandt
Termine nach Vereinbarung
Telefon: 02051 982-18 06
Telefax: 02051 982-18 33
Privatsprechstunde:
Montags bis freitags nach Terminabsprache
Telefon: 02051 / 982-18 01

