Kann Darmkrebs vererbt werden?
Ca 5% der deutschen Bevölkerung erkranken an Darmkrebs und bei dieser Gruppe von Betroffenen zeigt sich, dass bei rund 20 Prozent in der engeren Verwandtschaft bereits Darmkrebsfälle aufgetreten sind. Bei diesem so genannten familiären Darmkrebs verdoppelt sich das Erkrankungsrisiko für Verwandte ersten Grades (Geschwister, Kinder, Eltern) auf bis 10%.
Ungefähr 5-7% aller Betroffenen haben eine erbliche Form des Darmkrebs, das sogenannte hereditäre (erbliche) nichtpolypöse kolorektale Karzinom abgekürzt HNPCC. Menschen mit solchen ererbten Genveränderungen haben ein sehr hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens – bei Hinzutreten weiterer Mutationen in den Zellen der Darmschleimhaut – an Darmkrebs zu erkranken. Weiterhin treten bei Betroffenen auch häufiger Tumoren außerhalb des Darms wie etwa Unterleibs-, Eierstock- und Magenkrebs auf. Daher ist bei diesen Patienten eine engmaschige Vorsorge, die nicht nur auf den Darm beschränkt ist erforderlich.
Unser Darmzentrum bietet mit dem Institut für Humangenetik und Anthropologie der Universitätsklinik Düsseldorf eine genetische Beratung und Genanlysen an. Das Institut für Humangenetik ist für die Untersuchungsgebiete Zytogenetik, Tumorzytogenetik und Molekulargenetik nach DIN ISO EN 15189:2007 akkreditiert. Es erfüllt damit auch die in den Richtlinien der Bundesärztekammer zum Qualitätsmanagenemt in der medizinischen Labordiagnostik niedergelegten und ab dem 1.4.2010 nachzuhaltenden grundlegenden Anforderungen an die Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen.
Darmzentrum am Klinikum Niederberg

Dr. med. Fritz Köstermann
Chefarzt Klinik II für Innere
Medizin, Gastroenterologie und Palliativmedizin

Dr. med. Devid Tusek
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Koordination Darmzentrum:
Stefanie Schmidt
Telefon 02051 982-1831
Fax 02051 982-3019
Termine Chirurgie:
Kornelia Fachin
Telefon 02051 982-2001
(auch Stomasprechstunde)

