Der künstliche Darmausgang

Unser grundsätzliches Bestreben gilt der Erhaltung der normalen Schließfunktion des Darms.

Bei rund 10-15 Prozent der Patienten mit Mastdarmkrebs muss jedoch der Enddarm vollständig einschließlich Schließmuskulatur entfernt werden, um den Tumor sicher zu entfernen. In diesen speziellen Fällen wird ein künstlicher Darmausgang durch die Bauchdecke unumgänglich.

Der künstliche Darmausgang (Stoma) wird je nach Typ im linken oder rechten Mittelbauch angelegt. Hier tritt der Darm, der an der Bauchhaut angenäht wird, mit einer 2-3 Zentimeter durchmessenden Öffnung aus der Bauchdecke aus. Der sich entleerende Stuhl wird mit einem speziellen, luftdichten Beutelsystem geruchlos aufgefangen.

Unsere Stomatherapeutin beginnt mit einer schrittweisen Anleitung zur Selbstversorgung und steht Ihnen für Fragen bzgl. Ernährung, Versorgungsmaterialien, Komplikationen und bei psychosozialen Problemen zur Verfügung. Sie übt im weiteren Verlauf mit Ihnen die Handhabung der Beutelsysteme und den Umgang mit dem "Stoma". Sie werden mit diesem "Problem" nicht alleine gelassen. 

Nach der Entlassung werden Sie von niedergelassenen Stomatherapeuten weiter betreut, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Letzte Änderung: 11.01.2012

Darmzentrum am Klinikum Niederberg

Dr. med. Devid Tusek
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Ltd. Oberarzt

Dr. med. Gerd Blanke
Facharzt für Chirurgie
und Viszeralchirurgie

Oberarzt

Dr. med. Jörg Barkus
Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie

Stomatherapeutin

Marion Schöneberg
Terminvergabe über Sekretariat Allgemeinchirurgie (s. unten)

Terminvergabe

Kornelia Fachin
Chefarzt-Sekretärin
Tel. 02051 982-2001

Wir bitten um telefonische Absprache der Termine. Sprechstunden sind  donnerstags von 9.00 - 11.30 Uhr (allgemeinchirurgisch) und 13.00 - 14.30 Uhr (proktologisch).