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Beatmungsmaske

Kunststoffmaske zur Unterstützung der Atmung bei nicht ausreichend atmenden Patienten, zum Beispiel im Rahmen einer Allgemeinanästhesie.

Beckenbodengymnastik

Gezielte Übungen zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur, die später auch zuhause durchgeführt werden können.

Bestrahlung

In der Tumortherapie bedeutet Bestrahlung in der Regel, dass energiereiche Strahlen unter der Verantwortung von spezialisierten Ärzten mit Hilfe meist aufwändiger Apparaturen sehr gezielt in vorher genau berechnete Teile des Körpers gelenkt werden.
Man kennt ihre Eindringtiefe und ihre Streueigenschaften und kann bestimmen, in welchen Geweben sie wieviel Energie abgeben. Dieser Prozess tötet Zellen ab. Für jeden Einzelfall wird bestimmt, welche Art der Strahlung (Energie und Reichweite) über welchen Weg in das Zielvolumen gelangen sollen.
Dabei steht immer im Mittelpunkt der Überlegungen, in den Tumor eine möglichst hohe und in das umgebende gesunde Gewebe eine möglichst geringe Dosis zu geben. Im Einzelfall kann dies bedeuten, strahlende Substanzen chemisch an Medikamente zu koppeln und diese ins Blut oder in Teile von Organen zu spritzen, es kann bedeuten, dass man einen Schlauch in einen Tumor bringt und in diesen eine Strahlenquelle schiebt.
Weitaus am häufigsten ist die Bestrahlung von außen durch die Haut. Typischerweise kann eine Strahlentherapie kaum dort nützen, wo die Strahlen nicht hinkommen: sie ist eine lokal gezielte Maßnahme. Deswegen ist sie nicht selten nicht alternativ zu einer Chemotherapie, sondern wird kombiniert.

Bobath-Konzept

24-Stunden-Konzept zur Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (zum Beispiel Schlaganfall). Ziel ist es, Spastiken zu lösen/zu verringern und selektive Muskelaktivität anzubahnen. Das Konzept orientiert sich stets an der Kenntnis über normale Bewegung am aktuellen Stand der Neurophysiologie und an dem Wissen über die sozio-kulturelle Interaktion. Dieser ganzheitliche Ansatz zeichnet das Bobath-Konzept aus.

Bougierung

Erweiterung von Einengungen durch stufenweise Einbringen von Kunststoffsonden.
In der Inneren Medizin: Erweiterung bei Einengungen im Bereich der Speiseröhre und des Enddarms.

Breast Nurse (Brust Schwester)

Spezialisiert fortgebildete Pflegkraft in Brustzentren. Breast nurses sollen den betroffenen Frauen ab Diagnosezeitpunkt und über den stationären Aufenthalt hinaus als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen, dabei schneller ansprechbar sein und mehr Zeit haben als Ärzte.
Unsere Erfahrungen mit Pflegefachpersonen die diese Funktion wahrnehmen zeigen uns, dass betroffene Frauen sie als zusätzliche gut erreichbare und einfühlsame Informationsquelle sehen, die ihnen ermöglicht, mit weniger Angst gerade durch die kritische erste Phase von Diagnostik, OP und Beginn weiterer Behandlungsschritte zu gehen.

Bulla

Blase, z.B. im Lungenspritzenbereich. Diese können platzen und einen Lungenkollaps (Pneumothorax) hervorrufen.

Bypass

Ein Bypass ist die operative Überbrückung eines Passagehindernisses.
In der Gefäßchirurgie: Ein Bypass soll bei Gefäßverschlüssen, z.B. im Becken-Bein-Bereich, die Durchblutung der weiter vom Herzen entfernten Regionen wieder herstellen oder verbessern. Bei einer Bypassoperation entnimmt man Venen und/oder Arterien des eigenen Körpers und nutzt sie zur Überbrückung der Engstelle. Ebenso werden Bypässe aus Kunstgewebe (z. B. Gore-Tex) eingesetzt. In Gefäß-Bypass-Operationen werden zumeist künstliche Gefäßprothesen, aber auch Venen als körpereigenes Material verwendet. In der Herzchirurgie: Meist zur Überbrückung von verstopften Herzkranzgefäßen am Herzen angelegt. In der Bauchchirurgie: Bei Tumoren im Magen-Darm-Trakt, die die Nahrungspassage behindern, kann ein Bypass angelegt werden, damit die Nahrungsaufnahme wieder möglich ist. Bei Abflusshindernissen im Bereich der Gallen- oder Pankreasgänge kann ebenfalls ein Bypass angelegt werden, damit die Verdauungssäfte wieder in den Magen-Darm-Trakt abfließen können.

Letzte Änderung: 04.03.2010