D-Arzt
Der Durchgangsarzt hat von den Berufsgenossenschaften eine besondere Zulassung für die Behandlung von Arbeitsunfällen erhalten. Er ist in der Regel Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie oder ein Facharzt für Chirurgie (Schwerpunkt Unfallchirurgie).
Dilatation (PTA)
PTA (perkutane transluminale Angioplastie) ist ein minimal invasives Behandlungsverfahren zur Beseitigung von Gefäßverengungen oder kurzstreckigen Verschlüssen und somit zur Erweiterung von Einengungen in der Regel mit Ballons. Das vorherrschende Leitsymptom ist die sogenannte Schaufensterkrankheit. Hierbei muß der Patient beim Laufen wegen Schmerzen, Mißempfindungen oder Schweregefühl in den Beinen stehenbleiben. Ursächlich liegt eine ungenügende Sauerstoffversorgung der Muskulatur bei körperlicher Belastung vor. Im vorgeschrittenen Stadium kann es zu Ruheschmerzen und schließlich zu Extremitätenverfärbung und offenen nicht heilenden Stellen kommen.
Die heutigen Ballons bestehen aus Polyäthylenvarianten, Nylon oder Teflon. Hierdurch ist es möglich sehr kleine Systeme zu produzieren, die bis zu einem Druck von 18-20 bar formstabil bleiben.
Bei der PTA kommt es zu einer Überdehnung des erkrankten Gefäß-abschnittes wobei der Gefäßplaque sowohl komprimiert wird und mit Druck in die Wand gepresst wird (Abb.2). Dabei kann die Innenschicht der Gefäßwand leicht einreißen. Durch freigesetzte Mediatoren kommt es zur Heilung dieser Verletzung.
Doppler-Duplex-Sonografie
Die Doppler/Dupelx-Sonographie ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, mit der die Geschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Arterien und Venen) gemessen wird. So lassen sich Gefäßverengungen aufdecken.
Mit diesem Verfahren kann Folgendes beurteilt werden:
- Strömungsrichtung des Blutes;
- Gefäßeinengungen - dies ist z.B. wichtig zum Nachweis bzw. Ausschluss einer Verengung (Stenose) der hirnversorgenden Arterien oder der Beinarterien (pAVK);
- Veränderungen der Gefäßwand, z.B. Verkalkungen;
Der Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus. Trifft dieses Schallwellenbündel auf die Blutkörperchen in den Gefäßen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz reflektiert. Die Frequenzänderung hängt von der Bewegung der Blutkörperchen ab. An Gefäßverengungen verändern sich die Geschwindigkeit und die Richtung der Blutkörperchen. Das lässt sich auf verschiedene Arten darstellen, beispielsweise akustisch als Töne oder farbkodiert im Ultraschallbild. In der Regel wird dabei der Fluss zum Schallkopf hin rot und vom Schallkopf weg blau dargestellt. So erhält der Arzt Informationen über die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses.
Zusätzlich kann der Verlauf der Blutgefäße, das Gefäßkaliber und die Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht beurteilt werden. So ist möglich, die Wanddicke und arteriosklerotische Ablagerungen wie z.B. Kalkablagerungen genau auszumessen.
Down-Syndrom
Beim Down-Syndrom (Trisomie 21) handelt es sich um eine angeborene Chromosomenstörung. Als eigenständiges, von anderen geistigen Behinderungen abgrenzbares Syndrom, wurde das Down-Syndrom erstmals 1886 von dem englischen Arzt John Langdon Down (1828-1896) beschrieben.
Im Jahr 1959 erkannte der Franzose Jérome Lejeune, dass bei Kindern mit Down-Syndrom in jeder Zelle 47 Chromosomen statt üblicherweise 46 vorhanden sind. Das Down-Syndrom fällt somit in die Kategorie der Chromosomenstörungen und ist mit einer auf 700 Geburten die häufigste. Insgesamt leben in der Bundesrepublik Deutschland rund 30.000 bis 50.000 Menschen mit dem Down-Syndrom, in den USA sind es rund 100.000 bis 150.000 Menschen.
Menschen mit Down-Syndrom haben also insgesamt 47 statt 46 Chromosomen. Das Chromosom 21 ist in über 90% der Fälle dreimal, statt üblicherweise zweimal, in jeder Zelle nachzuweisen (freie Trisomie 21). In den restlichen 10% der Fälle lieget die Trisomie nur in einem Teil der Zellen vor (Mosaiktrisomie, Translokationstrisomie). Diese Chromosomenstörung entsteht, wenn eine der Keimzellen (in 95 Prozent der Fälle die Eizelle und in fünf Prozent die Samenzelle) ein zusätzliches Chromosom 21 enthalten. Dazu kann es kommen, wenn bei der Bildung der Eizellen oder Samenzellen das Chromosomenpaar 21 nicht, wie normalerweise und wie die anderen Chromosomenpaare, getrennt wird. Ein solches Ergebnis tritt bis auf wenige Ausnahmen zufällig auf. Allerdings gibt es eine deutliche Korrelation zwischen der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer freien Trisomie 21 und dem Alter der Mutter. Während unter 30-jährige Frauen mit einer Häufigkeit von weniger als ein von 1.000 Kinder mit einer freien Trisomie 21 gebären, haben bei über 40-jährigen Frauen 20 bis 40 auf 1.000 Kinder ein Down-Syndrom.
Drainage
Einbringen eines Kunststoffschlauches zum kontinuierlichen Ablassen von Flüssigkeiten wie aufgestauten Gängen, Ergüssen oder Eiteransammlungen.
Dupuytrensche Kontraktur
Meist schmerzlose Strang- und Knotenbildung der Sehnenplatte (sog. Palmaraponeurose) in der Hohlhand mit langsam zunehmender Beugekontraktur eines oder mehrerer Finger.