O - Ösophagusvarizen
Ösophagusvarizen sind Krampfadern (Varizen) der Speiseröhre (Ösophagus). Sie sind meist durch eine portale Hypertension bedingt. Blutungen aus Ösophagusvarizen stellen eine lebensbedrohliche Komplikation dar und sind ein medizinischer Notfall.
Onkologie / Hämatologie
Onkologie ist der Zweig der Medizin, der sich der Vorbeugung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von bösartigen Krebserkrankungen widmet.
Onkologische Spezialisierungen existieren in vielen medizinischen Fächern. Sie entstehen meist dadurch, dass das Organ, das behandelt wird, auch krebsig entarten kann. Beispiel: Lungenärzte – Pulmoonkologen, Gynäkologen – Gynäkoonkologen.
Internistische Onkologen haben zunächst eine langjährige und breite Ausbildung zum Internisten absolviert und sich dann weiter auf die Betreuung von Patienten mit Krebserkrankungen spezialisiert. Sie kennen sich insbesondere mit der medikamentösen Therapie von Krebserkrankungen aus.
Die Hämatologie ist eine weitere Spezialität der Inneren Medizin: Hier geht es um Erkrankungen des Blutes – genauer: des Blut- und Lymphsystems. Dessen bösartige Erkrankungen sind in der Regel von vornherein (wie das Blut) im Körper verteilt, so dass diese Erkrankungsgruppe gegenüber den im Frühstadium meist operablen Krebsen aus anderen Organen eine Sonderstellung hat.
Mehr am Rande steht im Fach auch die Behandlung von gutartigen Bluterkrankungen. In Deutschland ist die Weiterbildung zum Onkologen nahezu immer mit der zum Hämatologen gekoppelt und dies ist eine gemeinsame Berufsbezeichnung.
Orthopädie
Eine Fachdisziplin, die sich mit Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparat, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, sowie mit der Rehabilitation des Patienten befasst.
Osteoporose
Ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Durch den Abbau von Knochenmasse verliert der Knochen seine Stabilität. Die Folge sind vermehrte Knochenbrüche (v.a. Wirbelkörper-, Oberschenkelhals- und Unterarmbrüche). Obwohl die Ursachen der Erkrankung noch nicht hundertprozentig geklärt sind, gibt es bestimmte Verhaltensregeln.
Osteosynthese
Die Osteosynthese ist die operative Stabilisierung von Knochenbrüchen mit Implantaten. Ziel ist dabei die Wiederherstellung der anatomischen Achsen- und Gelenkstellung und Fixierung derselbigen.
Die medizinische Stiftung „Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese“ wurde 1958 durch Schweizer Ärzte gegründet und beschäftigt sich mit Forschung, Lehre und Entwicklung im Bereich der Unfallchirurgie. Durch deren Wirken wurde ein weltweiter Standard für die Einteilung von Knochenbrüchen und deren osteosynthetischer Versorgung festgelegt
Osteotomie
Dieses Operationsverfahren bezeichnet die gezielte Durchtrennung von einem oder mehreren Knochen zur Behandlung von Fehlstellungen (z. B. X-, O-Beine, Hallux valgus). Nach Beseitigung oder Verbesserung der Fehlstellung wird der Knochen mittels Osteosynthesematerial fixiert.